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Aktualisiert am : 27-Mar-2017

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© 2017 IUF

Indonesien: Coca-Colas Abfüller ist entschlossen, unabhängige Gewerkschaften zu unterdrücken

Coca-Colas in Australien ansässiger Abfüller Coca-Cola Amatil verletzt systematisch die grundlegenden Gewerkschaftsrechte, um in seinen indonesischen Betrieben unabhängige und demokratische Gewerkschaften zu vernichten. Und die Coca-Cola-Konzernleitung in den USA weiss über die ganze Geschichte Bescheid, hat aber nichts unternommen, um die Missbräuche abzustellen.

Im März 2015 begannen Coca-Cola-Beschäftigte in Cibitung in Westjava mit der Organisierung einer unabhängigen Gewerkschaft, der SBCCD, die im Mai offiziell eingetragen wurde. Das Management reagierte darauf mit der Schikanierung von Mitgliedern und Disziplinarmassnahmen gegen die Führer. Der Vorsitzende der Gewerkschaft, Atra Narwanto, wurde am 30. Juni 2015 im Rahmen eines Verfahrens, das auf unerhörte Weise gegen die grundlegenden rechtlichen Anforderungen und den Grundsatz eines ordnungsgemässen Verfahrens verstiess, suspendiert - die Vorstufe der Entlassung. Im Dezember 2015 sprach das örtliche Arbeitsamt eine Empfehlung für die unverzügliche Wiedereinstellung aus. Das Coca-Cola-Management wies die Empfehlung zurück, schaltete eine berüchtigte gewerkschaftsfeindliche Anwaltskanzlei ein und brachte den Fall vor das höhere Arbeitsgericht. Das Gericht entschied am 5. Oktober 2016 für die Kündigung. Das lokale Management hat die Forderung der Gewerkschaft nach Kollektivverhandlungen zurückgewiesen und besteht darauf, Narwanto von den Treffen zwischen zwischen der Gewerkschaft und dem Management auszuschliessen, trotz der Tatsache, dass er nach wie vor der gewählte Gewerkschaftsvorsitzende ist.

Das Amatil-Management reagierte ähnlich brutal, als Coca-Cola-Beschäftigte in Bawen (Zentraljava) im November 2016 mit der Organisierung einer unabhängigen Gewerkschaft, der SBMCC, begannen. Die Gewerkschaft wurde am 9. Februar 2017 offiziell eingetragen und hielt am 18. Februar ihre erste Generalversammlung ab, auf der Lutfi Ariyanto zum Vorsitzenden gewählt wurde. Drei Tage später wurde Ariyanto in einen 170 km entfernten Betrieb versetzt. Drei Tage danach erhielt er ein angebliches 'zweites Warnschreiben', obwohl er kein erstes erhalten hatte. Und am 16. März wurde ihm mitgeteilt, dass ihm zum 1. April gekündigt werde.

Die IUL hat das Amatil-Management auf allen Ebenen und die Coca-Cola Company in den USA wiederholt aufgefordert, diesen eklatant gewerkschaftsfeindlichen Praktiken ein Ende zu setzen. Von keinem der beiden Unternehmen ist eine positive Reaktion eingegangen.

Coca-Cola Amatil ist der einzige Abfüller von Coca-Cola-Erzeugnissen in Australien, Neuseeland, Indonesien, Papua-Neuguinea, Fiji und Samoa. Die in den Vereinigten Staaten ansässige Coca-Cola Company hält an Coca-Cola Amatil einen Anteil von 29%, gewährt Amatil Lizenzen für ihre Marken und liefert das proprietäre Konzentrat. Die Coca-Cola Company ist für die Vorgänge im Coca-Cola-System verantwortlich.


VERWENDET DAS NACHFOLGENDE FORMULAR, um eine Botschaft an die Coca-Cola Company in den USA ZU SCHICKEN mit der Aufforderung, zu handeln, um dafür zu sorgen, dass die beiden entlassenen Gewerkschaftsführer unverzüglich wieder eingestellt werden, dass das Unternehmen aufhört, Gewerkschaftsführer zu schikanieren und zu drangsalieren, und mit den unabhängigen und demokratischen Gewerkschaften, die mit der IUL zusammenarbeiten, in den indonesischen Betrieben Kollektivverhandlungen in gutem Glauben aufnimmt.

Die Botschaft erscheint zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch.

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To Brent Wilton, Global Director, Workplace Rights and Human Rights, The Coca-Cola Company

Dear Mr. Wilton

I am appalled to learn that management at Coca-Cola Amatil's Indonesian subsidiary is systematically victimizing the elected leaders of independent unions working with the IUF. In Cibitung, management unfairly dismissed union chairman Atra Narwanto and used the services of a notorious anti-union law firm to overturn the local Labour Office's recommendation for immediate reinstatement. Management has insisted on excluding Narwanto from union/management meetings despite the fact that he remains the elected chairman of the union. Management at Bawen reacted to the formation and legal registration of a new union in February 2016 by summarily transferring the elected chairman to a new workplace and then terminating his employment effective April 1. Management refuses to engage in good faith collective bargaining and insists that information on wage scales is 'confidential'. These policies make a mockery of the Coca-Cola Company's professed commitment to respecting human rights. I call on you to act to ensure that the two dismissed union leaders are reinstated and that management fully respects the rights of the members and officers of the independent unions working with the IUF at Indonesian Coca-Cola facilities and enters into good faith negotiations with them.

Yours sincerely

**********
Übersetzung:

An: Herrn An Brent Wilton, Global Director, Workplace Rights and Human Rights, The Coca-Cola Company

Sehr geehrter Herr Wilton,

ich habe mit Bestürzung erfahren, dass das Management der indonesischen Tochtergesellschaft von Coca-Cola Amatil die gewählten Gewerkschaftsführer von unabhängigen Gewerkschaften, die mit der IUL zusammenarbeiten, systematisch drangsaliert. In Cibitung hat das Management den Gewerkschaftsvorsitzenden, Atra Narwanto, zu Unrecht entlassen und eine berüchtigte gewerkschaftsfeindliche Anwaltskanzlei eingeschaltet, um die von dem lokalen Arbeitsamt ausgesprochene Empfehlung für eine unverzügliche Wiedereinstellung zu kippen. Das Management besteht darauf, Narwanto von den Treffen zwischen der Gewerkschaft und dem Management auszuschliessen, trotz der Tatsache, dass er weiterhin der gewählte Vorsitzende der Gewerkschaft ist. Das Management in Bawen reagierte auf die Bildung und offizielle Eintragung einer neuen Gewerkschaft im Februar 2016 mit der kurzfristigen Versetzung des gewählten Vorsitzenden in einen anderen Betrieb und dann mit der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses am 1. April. Das Management lehnt Kollektivverhandlungen in gutem Glauben ab und beharrt darauf, dass Angaben zu den Lohntarifen 'vertraulich' sind. Diese Massnahmen sprechen dem erklärten Bekenntnis der Coca-Cola Company zur Einhaltung der Menschenrechte Hohn. Ich fordere Sie auf, zu handeln, um dafür zu sorgen, dass die beiden entlassenen Gewerkschaftsführer wieder eingestellt werden und dass das Management die Rechte der Mitglieder und Funktionäre der unabhängigen Gewerkschaften, die mit der IUL zusammenarbeiten, in den indonesischen Coca-Cola-Betrieben in vollem Umfang einhält und mit ihnen Verhandlungen in gutem Glauben aufnimmt.

Mit freundlichen Grüssen

Falls ihr nicht diesen Text benutzen, sondern eure eigene Nachricht verfassen wollt, öffnet bitte euer E-Mail-Programm und kopiert folgende Adressen in das „An“-Feld: bwilton@coca-cola.com
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