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Aktualisiert am : 20-Oct-2017

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© 2017 IUF

Unabhängige Gewerkschaften wehren sich gegen das Null-Rechte-Regime bei Coca-Cola Amatil Indonesien

Fast zwanzig Jahre nachdem Indonesien sich von einer repressiven Militärdiktatur befreite, warten die Beschäftigten der indonesischen Betriebe des in Australien ansässigen Abfüllers Amatil (CCA) der Coca-Cola Company immer noch auf demokratische Rechte am Arbeitsplatz. Beschäftigte von Coca-Cola Amatil Indonesien organisieren sich, um unabhängige Gewerkschaften zu bilden. Das Unternehmen hat darauf mit systematischen Attacken auf ihre Mitglieder und gewählten Führer reagiert.
CCA hat auf die Bildung unabhängiger Gewerkschaften an zwei Standorten des Unternehmens mit der Kündigung, Zwangsversetzung und Suspendierung der Gewerkschaftsführer Atra Narwanto und Lutfi Ariyanto reagiert, um sie an der Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Gewerkschaftspräsidenten zu hindern. Mitglieder der neuen, unabhängigen Gewerkschaften werden systematisch schikaniert. Und als 150 Beschäftigte der Fabrik in Surabaya eine Petition unterzeichneten, in der sie ihr mangelndes Vertrauen in die Arbeitnehmerorganisation aus der Suharto-Ära zum Ausdruck brachten, die CCA unbedingt durchsetzen will, wurden sie vom Management gedrängt, ihre Unterschriften zurückzuziehen.

Bei der Unterdrückung der Menschenrechte macht CCA gemeinsame Sache mit der SPSI-RTMM (Nationale Gewerkschaft der Tabak-, Lebensmittel- und Getränkebeschäftigten von Indonesien), eine Organisation, die von dem Mechanismus der Suharto-Militärdiktatur abstammt, der geschaffen wurde, um die Arbeitnehmer an der Organisierung zur Verteidigung ihrer Menschenrechte zu hindern. In Indonesien hält Coca-Cola Amatil an Kollektivvereinbarungen aus der Suharto-Ära fest, bei denen es sich in Wirklichkeit um Disziplinarordnungen handelt, um die Arbeiterschaft zu kontrollieren und zu steuern. Sie stammen aus einer Zeit, als die Infragestellung der Massnahmen von Arbeitnehmerverbänden, die vom Militär eingesetzt und gestützt wurden, rechtlich gleichbedeutend mit einem Aufstand war.

Die IUL hat diese Verstösse wiederholt der Coca-Cola Company (TCCC) und CCA zur Kenntnis gebracht. Die Verletzungen gehen unter Missachtung international anerkannter Menschenrechtsinstrumente weiter.

Die unabhängigen Gewerkschaften bei Coca-Cola Amatil kämpfen nicht nur für die Rechte ihrer Mitglieder. Sie kämpfen für die Rechte aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Indonesien, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte und die Sicherung der demokratischen Zukunft des Landes gegen das Erbe einer autoritären Vergangenheit einsetzen. Die Spuren der langen Militärherrschaft sind bei Coca-Cola Amatil Indonesien, dem Unternehmen, das Indonesiens bekannteste Weltmarke herstellt, immer noch fest verankert.

VERWENDET DAS NACHFOLGENDE FORMULAR, UM EINE BOTSCHAFT ZU SCHICKEN an Coca-Cola Amatil in Indonesien und die Coca-Cola Company in den USA mit der dringenden Aufforderung, dafür zu sorgen, dass diese anhaltenden Menschenrechtsverletzungen abgestellt werden, indem die Rechte der schikanierten Gewerkschaftsführer Atra Narwanto und Lutfi Ariyanto wiederhergestellt und die unabhängigen, demokratischen Gewerkschaften bei Coca-Cola Amatil Indonesien anerkannt und Verhandlungen mit ihnen aufgenommen werden. Eure Botschaft wird per E-Mail an CCA und TCCC geschickt und als Teil einer unterzeichneten Petition zugestellt werden. Die Botschaft erscheint zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch.

Euer Name: [obligatorisch]
Eure E-Mail-Adresse: [obligatorisch]
Eure Gewerkschaft/Organisation:
Land:
Nachricht hier eintippen - oder einfach die bestehende Nachricht verwenden.

To Alison Watkins, CEO, Coca-Cola Amatil
Libby Wilson, Group Human Resources Director, Coca-Cola Amatil
Cc Brent Wilton, Global Director, Workplace Rights and Human Rights, The Coca-Cola Company
Jeff Maguire, Head of People and Productivity - Supply Chain, Coca-Cola Amatil

Dear Madam/Sir,

I am distressed to learn of ongoing violations of fundamental human rights at Coca-Cola Amatil Indonesia. Atra Narwanto and Lutfi Ariyanto, the elected leaders of recently formed independent unions, have been prevented from fulfilling their duties as union officers by dismissal, transfer and suspension. Their members continue to be systematically harassed. Workers expressing their lack of confidence in the SPSI-RTMM (National Union of Tobacco, Food and Beverage Employees of Indonesia) have been pressured to withdraw their signatures from a petition at the Surabaya plant. These ongoing violations of workers' right to freedom of association and collective bargaining are in direct violation of international labour and human rights standards and instruments and of the OECD Guidelines for Multinational Enterprise, which apply to both The Coca-Cola Company and to Coca-Cola Amatil. I call upon you to act immediately to remedy these human rights violations and to cease colluding with the various pro-management trade union structures, including those originating in the Suharto military dictatorship to prevent workers from exercising their rights.

I call on you to act now to restore the rights of victimized trade union leaders Atra Narwanto and Lutfi Ariyanto and to recognize and negotiate in good faith with independent, democratic trade unions at Coca-Cola Amatil Indonesia.

Yours sincerely

**********
Übersetzung:

An Alison Watkins, CEO, Coca-Cola Amatil
Libby Wilson, Group Human Resources Director, Coca-Cola Amatil

Cc Brent Wilton, Global Director, Workplace Rights and Human Rights, The Coca-Cola Company
Jeff Maguire, Head of People and Productivity - Supply Chain, Coca-Cola Amatil

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mit Besorgnis von den anhaltenden Verletzungen der grundlegenden Menschenrechte bei Coca-Cola Amatil Indonesien erfahren. Atra Narwanto und Lutfi Ariyanto, die gewählten Führer vor Kurzem gebildeter unabhängiger Gewerkschaften, sind durch Entlassung, Versetzung und Suspendierung an der Erfüllung ihrer Aufgaben als Gewerkschaftsfunktionäre gehindert worden. Ihre Mitglieder werden weiterhin systematisch schikaniert. Arbeiter, die ihr mangelndes Vertrauen in die SPSI-RTMM (Nationale Gewerkschaft der Tabak-, Lebensmittel- und Getränkebeschäftigten von Indonesien) zum Ausdruck brachten, sind gedrängt worden, ihre Unterschriften unter eine Petition in der Fabrik in Surabaya zurückzuziehen. Diese anhaltenden Verletzungen des Rechts der Arbeitnehmer auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen stellen einen unmittelbaren Verstoss gegen internationale Arbeitsnormen und Menschenrechtsstandards und gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen dar, die sowohl für die Coca-Cola Company als auch für Coca-Cola Amatil gelten. Ich fordere Sie auf, unverzüglich zu handeln, um diese Menschenrechtsverletzungen abzustellen und das geheime Einverständnis mit den verschiedenen arbeitgeberfreundlichen Gewerkschaftsstrukturen zu beenden, einschliesslich derjenigen, die auf die Suharto-Militärdiktatur zurückgehen, um Arbeitnehmer an der Ausübung ihrer Rechte zu hindern.

Ich fordere Sie auf, jetzt zu handeln, um die Rechte der schikanierten Gewerkschaftsführer Atra Narwanto und Lutfi Ariyanto wiederherzustellen und die unabhängigen, demokratischen Gewerkschaften bei Coca-Cola Amatil Indonesien anzuerkennen und mit ihnen Verhandlungen in gutem Glauben aufzunehmen.

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