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Aktualisiert am : 18-Jan-2017

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Ägypten: Unabhängige IFFCO-Gewerkschaft unter Beschuss

Die Arbeiter/innen in der IFFCO Speiseölfabrik im ägyptischen Suez kämpfen um ihre unabhängige Gewerkschaft. Als die Arbeiter anlässlich eines Konflikts rund um ihre Löhne im Dezember streikten, zeigte das Unternehmen 15 Arbeiter, unter ihnen 9 Gewerkschaftsmitglieder, bei der Polizei an. Am 29. Dezember führte die Polizei in den Wohnungen des Gewerkschaftsvorsitzenden und Generalsekretärs sowie bei vier anderen Arbeitern Razzien durch. Und am 3. Januar stürmte die Polizei die Fabrik und verhaftete 13 streikende Arbeiter. Am 29. Januar sprach ein Gericht in Suez alle Arbeiter vom Vorwurf der „Anstiftung“ zum Streik frei, doch 17 IFFCO-Arbeitern wurde die Rückkehr zur Arbeit verwehrt, unter ihnen dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzend und dem Generalsekretär.

Der Angriff auf die IFFCO-Gewerkschaft folgt auf massive Repressionen gegen die Busfahrer in Kairo und die Werftarbeiter in Alexandria und ihre Gewerkschaften. Der staatlich kontrollierte Gewerkschaftsverband Ägyptens (ETUF) ist ein fester Bestandteil dieser Unterdrückungsmaschinerie. Der ETUF hat die unabhängige Gewerkschaft diffamiert und das IFFCO-Management aufgerufen, sie nicht anzuerkennen. Das Unternehmen stützte sich auf die ETUF-Intervention, um den Abzug der Mitgliedsbeiträge der Arbeiter zu unterbinden und die Kampagne für eine Zerschlagung der Gewerkschaft fortzusetzen.

Die IFFCO-Arbeiter/innen brauchen eure Unterstützung – VERWENDET DEN FOLGENDEN TEXT, UM EINE BOTSACHFT AN DAS UNTERNEHMEN UND DEN ÄGYPTISCHEN PRÄSIDENTEN ZU SCHICKEN. Es ist dringender denn je, die Arbeitnehmer in Ägypten bei ihrem Kampf um den Erhalt der Möglichkeiten für eine unabhängige Organisierung zu unterstützen, für die sie im Zuge der demokratischen Proteste gekämpft haben, mit denen Mubarak gestürzt wurde.